Die Natur zeigt ihre Kraft

URWALD

DATEN & FAKTEN

Auf Anfrage werden Urwaldführungen in Gruppen durchgeführt.

DATEN & FAKTEN

Der ca. 21 ha große Urwald ist einer der letzten Überreste des einst hier vorherrschenden Urwaldgebietes. Er stockt in 930 bis 1120 m Meereshöhe am SW-Fuß des Berges Gippel (1669 m) bzw. der vorgelagerten Hofalpe nahe der steirischen Grenze. Der steile obere Teil ist aus Dachsteinkalk aufgebaut, der flache untere Hangteil mit zunehmender Vernässung aus Werfener Schichten. 

Nur im Urwald können wir beobachten welche Dimensionen und welche Lebensdauer unsere Baumarten erreichen, wie sich auch ihre Gestalt im Alter verändert (Abrundung der Tannenkrone, rissige Borke der Buche und dgl.), wie Zuwachs und Fertilität bis ins hohe Alter anhalten. 

 

MERKMALE DES URWALDES

ERNEUERUNGSPHASE

Der Urwald Neuwald bewegt sich entwicklungsmäßig  durch sein hohes Bestandesalter nahe der dynamischen Erneuerungsphase.  Er zeigt im Altbestand noch völlig seine natürliche Struktur.

BESTANDSALTER

Die ältesten Bäume dieses Bestandes sind 350 bis 500 Jahre alt, wobei hauptsächlich Tanne und Buche dieses Alter erreichen, während die Fichte früher abstirbt. Bei Aufnahmen 1961 war der stärkste Baum des Urwaldes eine Tanne mit einem Brusthöhendurchmesser von 1,51 m und einer Höhe von 52 m. Dieser Baum hatte eine Holzmasse von ca. 33 Vfm o. R.

 

 

TOTHOLZ

Totholz ist ein wesentliches Merkmal des Urwaldes und aus Sicht der Ökologie besonders wertvoll, zumal es vielen Arten ein ideales und rar gewordenes Habitat bietet, spielt es eine große Rolle im Mikroklima und im Nährstoffhaushalt des Waldes und bietet außerdem Schutz vor Erosion und Wuchshilfe für junge Bäume.

 

 

STEILER OBERER HANGTEIL

Auf den steilen bis schroffen obersten Hangteil in 1060 – 1120 m Seehöhe mit fein – bis mittelskelettigem Hangschutt, auf dem sich erst ein fast reiner Humusboden entwickelt hat, dominiert ein weitgehend reiner Fichtenwald von relativ gleichförmigem Aufbau (Kalkhangschutt- Fichtenwald).

DURCHSCHNITTLICH STEILER SONNHANG

Auf dem durchschnittlich steilen Sonnhang darunter stockt auf Rendzina und Mischboden mit Braunlehmmaterial der typische Alpendost – (oder Schneerosen-) Fichten-Tannen-Buchenwald der nordöstlichen Kalkalpen mit mittlerer Wuchsleistung und stark vertretener Buche.

LEICHTE VERFLACHUNG

Mit allmählicher Verflachung erfolgt der Übergang zu den Standorten auf Werfener Schichten, die aber zunächst noch vom darüberliegenden Kalk beeinflußt sind. In diesem Bereich stockt der mächtigste Urwaldbestand, in dem die Tanne bis 60 % der Masse ausmachen kann und Durchmesser um 150 cm und Höhen bis 53 m erreicht.

UNTERSTE HANGTEILE

In den untersten Hangteilen schließlich, wo Hangwasser austritt, bilden sich Naßgallen, wo nur mehr die Fichte zusammen  mit der Weißerle einen geringwüchsigen, lückigen Bestand bildet.

 

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